vom 4. Juli 2023, 17 - 19 Uhr, Saal zum Doktorhaus, 8304 Wallisellen
Begrüssung und Informationen durch den Präsidenten
Gut 120 Anwesende konnte der Präsident Markus Bienz an diesem Sommerabend im angenehm kühlen Saal zum Doktorhaus begrüssen. Als besonderen Gast wurde Karin Zindel, Beauftragte für Altersfragen der Stadt Wallisellen, willkommen geheissen. Nach einer kurzen Erläuterung über die verschiedenen Programmpunkte des Abends stellt Markus Bienz den Referenten, Revierförster August, kurz Güst Erni vor, welcher anschliessend das Wort ergreift.
Unser Wald im Klimawandel - Vortrag von Güst Erni, Revierförster
Seinem mit viel Fachkenntnis und grossem Engagement gehaltenen Vortrag über «unseren Wald – Veränderung durch Störungen» merkt man die 33 Jahre Berufserfahrung an. Zum Anfang präsentiert er einige technische Daten: Zu seinem Revier gehören 5 Gemeinden, die 915 ha Wald teilen sich 300 Waldbesitzer zu je 1/3 Privat-, Korporations- und Gemeindewald. Die Jahresnutzung beträgt 7’500 fm (Festmeter). Die Fläche ist in 7 Jagdreviere aufgeteilt; die Rehdichte pro 100 ha Wald beträgt 30, der Abgang pro 100 ha Wald beträgt pro Jahr 19 Rehe. Anschliessend erläutert er sehr detailliert die geschichtliche Entwicklung des Waldes sowie die neuesten Erkenntnisse über die Waldpflege. So erfuhr man beispielsweise, dass bis in die 80er Jahre ¾ des Baumbestandes aus Fichten (Rottannen) bestand. Die mangelnde Biodiversität sowie diverse Naturereignisse führten dazu, dass innerhalb von 30 Jahren jeder 4. Baum verschwunden oder eingegangen ist. Aus den Fehlern der Vergangenheit hat man jedoch gelernt. So wird heute in der Waldpflege unter anderem auf naturnahen klimaorientierten Mischwald gesetzt; zudem wird heute nicht mehr «aufgeräumt», das heisst Totholz wird nicht mehr entfernt, was zu grosser Biodiversität und Artenvielfalt beiträgt. So kann man heute zum Beispiel auch wieder seltene Schmetterlingsarten wie den «Kleinen Schillerfalter» beobachten. Als grossen Erfolg der professionellen Waldpflege kann auch die Tatsache gewertet werden, dass zurzeit 48 verschiedene Baumarten in unseren Wäldern wachsen und gedeihen!
Güst Erni geht ebenfalls auf die Wahrnehmungen der Bevölkerung ein. Er rechtfertigt beispielsweise den Einsatz grosser Maschinen (grössere Effizienz, aber vor allem mehr Sicherheit), macht aber auch darauf aufmerksam, dass man, um den Schaden der schweren Maschinen auf dem weichen Waldboden möglichst klein zu halten, die «Gassen» immer wieder nutzt.
Ganz zum Schluss macht der Referent noch auf die grosse Anzahl der Neophyten in den Wäldern aufmerksam, welche durch die schnelle Ausbreitung grosse Probleme bereiten. So ist denn auch die Bevölkerung aufgerufen, auf problematische Pflanzen wie beispielsweise den Kirschlorbeer und die Hanfpalme (Tessiner-) zu verzichten und vermehrt wieder auf einheimische Gewächse zu setzen.
Vorinformation: Digitale Woche vom 10. bis 13. Oktober
Im Anschluss an den interessanten Vortrag informieren Karin Zindel und Urs Bösch über die «Digitale Woche» vom 10. bis 13. Oktober für Seniorinnen und Senioren, welche die Abteilung Gesellschaft der Stadt Wallisellen in Zusammenarbeit mit LUNA+ sowie der Computeria Wallisellen organisiert. Dabei gilt es, ein wichtiges Ziel des Alterkonzepts der Stadt Wallisellen umzusetzen und möglichst vielen Wallisellerinnen und Wallisellern der älteren Generation die Erleichterungen und Vorteile der Digitalisierung näher zu bringen und sie für deren Nutzung fit zu machen. Alle Anwesenden werden eingeladen, sich dieses wichtige Datum zu merken und auch Freunde und Bekannte dazu zu ermuntern, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Detaillierte Angaben zum Programm folgen.
Aktuelles aus dem Verein
Im letzten Programmpunkt vor dem Apéro informierte der Präsident noch über Aktuelles aus dem Verein.
Vorstand wieder komplett
Zur Freude des Vorstands konnten die beiden vakanten Posten bereits wieder besetzt werden. Für die Aufgaben der «Verantwortlichen für Kommunikation und PR» hat sich Frau Elisabeth Boner zur Verfügung gestellt und Frau Helene Frehner hat die Aufgabe der «Verantwortlichen für die Finanzen» übernommen. Der Präsident bedankt sich bei beiden Damen ganz herzlich für ihr Engagement. Die neuen Vorstandsmitglieder werden sich in den nächsten «Mitteilungen» näher vorstellen.
Umstellung Vereinsbuchhaltung
Durch die Umstellung der Vereinsbuchhaltung auf ein neues Softwareprogramm wird es leider ab dem nächsten Jahr nicht mehr möglich sein, den Mitgliederbeitrag bar zu bezahlen. Der Präsident bittet dafür um Verständnis.